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TUVABAND – I ENTERED THE VOID

TUVABAND - I Entered The Void - Cover

Ein Jahr nach ihrem Debütalbum „Soft Drop“ veröffentlicht die norwegische Singer-Songwriterin TUVA ihr zweites Studioalbum “I Entered The Void”. Ein Album über Angst, Isolation, Wahnsinn und Identität.

Begonnen hat das Bandprojekt TUVABAND 2014, bestehend aus der Singer-Songwriterin Tuva Hellum Marschhäuser und dem britischen Musiker Simon Would. Als Duo brachte die Band dann 2016 erste Singleauskopplungen wie „Unknown“ und „Running“ raus, die sich an den Sound von Daughter und Bon Iver anlehnen. Die Songs wurden auf Spotify über 10 Millionen mal gestreamt und auch Radiosender wie BBC Radio1 und Ruben P3 – Norwegens größte Radioshow – wurden auf die Band aufmerksam. Somit gewann TUVABAND in kurzer Zeit auch international an Bekanntheit und brachte 2018 schließlich ihr Debütalbum „Soft Drop“ raus.

Seitdem gab es viele Veränderungen bei TUVA. Die norwegische Singer-Songwriterin zog nach Berlin und veröffentlicht nun mit neuer Besetzung ihr zweites Studioalbum „I Entered The Void“ – eine hörbare Weiterentwicklung ihres Debüts.

Bereits beim Eröffnungssong „I Entered The Void“ merkt man, dass sich bei TUVABAND etwas verändert hat. Im Gegensatz zum Debütalbum „Soft Drop“, wo sich die Instrumente eher dezent im Hintergrund gehalten haben, ergänzen sie auf diesem Album TUVAS Gesang auf eine Art und Weise, dass sie stückweise auch alleine glänzen.

Die neue Besetzung der Band hat TUVABAND also sichtlich gut getan. Nach ihrem Debüt 2018 wollte sich die norwegische Singer-Songwriterin Tuva Hellum Marschhäuser musikalisch weiterentwickeln und ihren Sound – neben ihrer sonst so zart zerbrechlichen Stimme – etwas verzerrter und härter klingen lassen als zuvor. Sie begab sich auf die Suche nach einem neuen Gitarristen, der genau das liefern konnte. Mit Tobias Pfeil an der Gitarre, Bass und Saxophon, Håkon Kjenstad am Synthesizer und Ole Mofjell an den Drums, ist TUVABAND auf „I Entered The Void“ somit ein etwas anderer Sound gelungen, der sich im Vergleich zum Debüt sichtlich weiterentwickelt hat. Eine kunstvoll arrangierte Aggression, ohne zu vergessen, was ihre Musik bisher so einzigartig gemacht hat.

Thematisch dreht sich das Album um Angst, Isolation, Wahnsinn und Identität, um Gedanken und Gefühle, die im Nichts, in einem leeren Raum entstehen. Alles betrachtet mit einer Distanz, einer Pause von einem früheren Leben, vorherigen Beziehungen, vergangenen Freundschaften.

TUVA Foto by Ruben Jacob Fees

Vor dem finalen Abmischen ihres Debütalbums „Soft Drop“ zog TUVA nach Berlin. Ihr Umzug in eine andere Stadt bot ihr die Möglichkeit sich zurückzuziehen. In die Isolation, die Leere, a void, die zum Albumtitel inspirierte und TUVA erlaubte, sich fast ausschließlich der Musik zu widmen. „Ich schrieb das Album in Berlin, in meinem Homestudio. Bis vor einigen Jahren war ich ein wirklich sozialer Mensch, und ich fühlte mich, als hätte ich nie genug Zeit für Musik. Irgendwann, noch in Norwegen, begann ich mich zurückzuziehen. Und als ich schließlich nach Berlin zog, hatte ich das Gefühl, dass ich nicht zu viele Menschen kennenlernen wollte. Ich schaffte es, „Nein“ zu Verabredungen zu sagen, wenn ich lieber zu Hause bleiben wollte, um Musik zu machen. Nach einigen Monaten in Berlin, war ich in einem Zustand, den ich The Void, die Leere, nenne. Eine Verfassung zwischen alt und neu. Wie in einem Wartezimmer.“ TUVA

Diese Veränderungen in Tuvas Leben und die damit verbundene Isolation verarbeitet sie in ihrem neuen Album „I Entered The Void“ und beschäftigt sich mit existentiellen Fragen wie „Wer bin ich ohne die anderen? Kann ich immer noch ich sein, eine Identität haben, wenn ich nicht mit anderen Menschen kommuniziere? Ist Identität nicht etwas, das sich im Austausch mit anderen äußert, und durch das eigene Handeln? Oder ist unsozial sein und sich nur auf die Musik fokussieren auch eine Identität?“.

Album Facts:

VÖ: 29.11.2019
Artist: Tuvaband
Album: I Entered The Void 
Label: Tuvaband Music
Format: Digital / Vinyl

Playlist:

01. I Entered The Void
02. He said me too
03. Genuine 
04. Ambiguous Files
05. Young Adults and Old Grown Ups
06. Submerged
07. Arthur
08. Poisoned
09. I don’t feel much wiser
10. The Void

TUVABAND LIVE:

11.01.2020 München @Innen: Welt.-festival
12.01.2020 Mannheim @Peer23
13.01.2020 Stuttgart @Café Galao
14.01.2020 Mainz @Schon Schön
15.01.2020 Luxemburg @De Gudde Wellen
16.01.2020 Dortmund @FZW (Indie Nights)
17.01.2020 Köln @Wohngemeinschaft
18.01.2020 Hamburg @Hebebühne 
19.01.2020 Berlin @Kantine am Berghain